Rekorde des Waldes

  • Der höchste, lebende (bekannte) Baum der Welt ist ein Küstenmammutbaum - Sequoia sempervirens - mit knapp 113 Metern in Kalifornien (im Humboldt-State-Park). Doch ein australischer Eukalyptus mit 143 Metern war der höchste bekannte Baum der Neuzeit.
  • Der höchste Baum Deutschlands mit 60,51 m (Stand: 2006) zur Zeit eine über 100 Jahre alte Douglasie (Pseudotsuga menziesii). Der Baum mit der Bezeichnung "Douglasie Nr. 3" steht in einem Forst nördlich des Tennenbacher Tals im Kreis Emmendingen bei Freiburg im Breisgau. Der bisherige Rekordhalter ist ebenfalls eine Douglasie, die im Stadtwald von Eberbach (Baden) auf eine Höhe von ca. 60,1 m emporragt.
  • Es gibt auch einen Wachstumsrekord bei Bäumen: der schnellste Waldwuchs in die Höhe wurde in Neuseeland beobachtet. Dort wurde 1901 ein Wald aus Küstenmammutbäumen gepflanzt, ganz genau im Rotorua-Park. Eigentlich stammt dieser Baum aus den USA. Bereits 1980 maß man eine Höhe der Bäume von 60 Metern. Innerhalb von 80 Jahren haben also diese Bäume ein Wachtsum von 60 Metern vorgelegt.
  • Das kleinste, natürliche Gehölz der Erde wird nur 15 mm groß und heißt Zwergweide.
  • Als niedrigsten “Bäume” gelten die Bonsai. Diese werden die Menschenhand künstlich klein gehalten werden.
  • Der älteste noch lebende Organismus der Erde soll ein Baum sein und in Australien stehen. Man schätzt ihn auf unvorstellbare 10.500 Jahre. Dieser Baum, übrigens eine Kiefer, bedeckt mit seinem Wurzelwerk und Trieben eine Fläche von über einem Hektar. Genetische Tests haben gezeigt, dass die Struktur aller Pflanzenteile völlig identisch ist. Äste sind im Lauf der Jahrhunderte z. T. durch Erde überdeckt und haben sich zu Wurzeln entwickelt. Einige Wissenschaftler gehen gar davon aus, dass der wesentlich ältere Teil dieses Baumes unter der Erde zu finden ist und ein Alter bis zu 30.000 Jahren haben könnte.
  • Andere Biologen sehen die ältesten, bekannten Bäume in den rund 4.600-4.700 Jahre alte Grannenkiefern (Pinus longaeva, Bristlecone Pines) in Kalifornien (White Mountains). Der älteste dieser Grannenkiefern trägt sogar einen Namen: “Old Man”.
  • Die Alterseinschätzung von Bäumen in Deutschland war lange Zeit viel zu hoch. Mittlerweile weiß man, dass das Dickenwachstum eines Baumes sich mit dem Alter verlangsamt. Als ältester Baum ist Deutschland sind verschiedene Eiben (Taxus baccata) im Gespräch. Einzelne Exemplare sollen bis zu 4.000 Jahre alt sein.
  • Unter den Laubbäumen geht die Ehre sich als ältester Laubbaum Deutschlands bezeichnet werden zu dürfen wohl an eine Sommerlinde in Wessobrunn (Süd-Bayern). Dort steht die sog. “Tassilolinde”, die rund 1.200 Jahr alt sein soll.
  • Als ältester jemals erfolgreich verpflanzte Baum gilt eine Eibe. Im Jahr 1907 verpflanzte man in Frankfurt / Main eine über 300-jährige Eibe (Taxus baccata) um. Übrigens erst nach mehrjähriger Vorbereitung.
  • Als der dickste Baum wird der Ahuehuete - eine Sumpfzypressenart- angesehen. Dieser Baum steht in Santa Maria de Tule im Mexikanischen Staat Oaxaca. Sein lat. Name ist Taxodium mucronatum. Der Durchmesser an der dicksten Stelle beträgt 11,42 Meter - im Umfang maß man 58 (!!) Meter. Fraglich ist, ob es in den unerforschten Urwäldern nicht doch dickere Bäume gibt.
  • Von den zur Zeit bekannten Baumgiganten gibt es auch Rekordhalter in der Kategorie Holzmasse. Diesen Rekord halten momentan Bergmammutbäume in Kalifornien (USA). Dort in den Bergen der Sierra Nevada wachsen diese Riesen. Der größte von ihnen wird “Sherman” genannt und hat ein Holzvolumen von unglaublichen 1.560 Kubikmetern! Damit dürfte er auch das größte / schwerste Lebewesen der Erde sein - mit immerhin gut 1.500 Tonnen.
  • Der Baum mit der größten / ausladensten Krone ist eine Birkenfeige im Botanischen Garten von Kandy, auf Sri Lanka. Ihre Krone hat einen Kronendurchmesser von gut 300 Metern!
  • Die wohl winterhärtesten und kälteunempfindlichsten Bäume sind die Dahurische Lärchen (Larix gmelinii) und der Ostasiatische Zwerg-Kiefern (Pinus pumila). Sie halten Temperaturen bis zu -70° C stand.
  • Die Dahurische Lärche ist auch als der Baum bekannt, der am weitesten im Norden überleben kann: 72° 30' N.
  • Die Schuppenrindige Tanne (Abies squamata) hat sich weltweit am höchsten emporgekämpft: sie wächst auf 4600m über NN am Osthimalaya in Sichuan.
  • In Europa gilt der Zwergwacholder (nur 20 - 30cm hoch) als der Baum, der mit 3570 Höhenmetern (im Wallis), a, höchsten in die Berge vordringt.
  • Rund 450 alte Bäume machen einen Hektar Gebirgshang lawinensicher. Die gleiche Fläche künstlich zu schützen würde über 500.000,- EURO kosten.
  • Des Balsabaum liefert das leichteste Holz (vielen sicher auch aus dem Modellbau bekannt).
  • Die älteste unverändert gebliebene Baumart auf unserem Planten ist wohl der Ginkgo.
  • Auf einem Hektar (10.000 qm) tropischem Regenwald können bis zu 200 verschiedene Baumarten wachsen. Die Wäldern Mitteleuropas werden hauptsächlich aus ca. 5 Hauptbaumarten und maximal 20 weiteren Baumarten gebildet.
  • Rund 30% der Fläche der Bundesrepublik Deutschland sind mit Bäumen bestanden. Vor der Urbanisierung waren es rund 90%!
  • Zur Zeit wird die Anzahl der Bäume in Deutschland auf rund 35 Milliarden Exemplare geschätzt.
  • Eichen beherbergen eine ungewöhnliche Vielfalt von Insekten (bis zu 1.000 Arten in einer Krone).
  • Eichen tragen sehr viele Früchte - auf einem Hektar werden bis zu 300.000 Eicheln gezählt.